Links der Woche 03/2018 - orange Sprechblase mit der Nummer 3 auf verknittertem Papier

Links der Woche #03/2018

Jede Woche tragen wir an dieser Stelle Beiträge, Studien, Artikel und Interviews zusammen, deren Lektüre für lohnenswert erachten und berichten über Nachrichten in sozialen Medien, die wir beachtenswert – oder auch merk(!)würdig – finden.

Überregulierung bzw. Kontrollwahn?

Gestern haben wir uns in Twitter auf den Beitrag der Rechtsanwaltskanzlei Wilde | Beuger | Solmecke bezogen, der über die Entscheidung der Stadt Köln berichtetet, dass in einem Seniorenheim das Spielen von Bingo um Kleinstbeträge verboten wurde, weil das gegen die in Deutschland geltenden Vorschriften (bzw. den Ausführungsvorschriften in den Bundesländern) gegen das Glücksspiel verstößt.

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Lesenswert ist der Beitrag (www.wbs-law.de/allgemein/illegales-gluecksspiel-bingo-verbot-in-seniorenheim-76314/) für Betreiber von Seniorenheimen unbedingt deshalb, weil erklärt wird, wie das Bingo-Spielen (oder ein anderes Spiel, z.B. Skat, Schafkopfen um Kleinstbeträge) gestaltet werden kann, damit es nicht unter die Glücksspielvorschriften fällt bzw. wie man an eine Genehmigung kommt.

Bedeutet aber natürlich für die Heimbetreiber einen erneuten bürokratischen Aufwand.

Beim Lesen dieser Meldung wurde gleich die Erinnerung wach an den Artikel von Hendrik Epe, der in seinem Blog zum Thema Kontrollwahn in Gesellschaft und in der Arbeitswelt geschrieben hat und dort die berechtigte Frage stellt: „Wann, bitteschön, soll da noch gearbeitet werden?“

Und es stimmt ja. Wenn man sich die zahlreichen Verpflichtugnen aus den einzelnen Rechtsbereichen anschaut, kann einem als Führungskraft in einem Unternehmen schon blümerant werden, hängen ja auch Haftungsfragen bei Nichtbeachtung der Vorschriften dran. Aber: es hilft ja nix. Die Regularien und Vorschriften gibt es und wer als Unternehmer in Deutschland „mitspielen“ will, muss sich daran halten.

Das gilt auch für die gesetzlichen Vorgaben zur Qualitätssicherung – insbesondere auch für Unternehmen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Im Beitrag „Ein Plädoyer für Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit“ zeigen wir auf, dass es in nahezu jedem Buch des Sozialgesetzbuches (SGB) verpflichtende Vorgaben niedergelegt sind, die Unternehmen verpflichten Qualitätssicherung zu betreiben und dieses auch nachzuweisen, wenn es Aufträge bzw. Geldmittel von öffentlichen Kostenträgern erhalten möchte.

Mehr Berichte über Social Business

Ist das nur unser Eindruck, oder wird in letzter Zeit in den Medien verstärkt über die Idee des Sozialunternehmertums berichtet?

Beide Artikel beziehen sich auch darauf, dass „junge Menschen“ auf der Suche sind, nach sinnerfüllender Arbeit, die sich mit Privatleben auch vereinbaren lässt. Dazu passt sehr gut der Artikel von Britta Redmann „Und was bitte ist Karriere?

Wie sich die Ansichten zur Arbeitswelt ändern bzw. was die Generation Z für Wünsche und Ziele hat, untersucht Prof. Dr. Christian Scholz von der Universität des Saarlandes, siehe auch unseren Artikel Generation Z & Work-Life-Blending – ein Widerspruch!.

Digitalisierung wertet soziale Arbeit auf

„Wir sind mitten im digitalen Wandel – das ist gut so. Digitalisierung ersetzt mechanische Arbeiten und wertet soziale Arbeit auf. Der Mensch steht wieder im Mittelpunkt.“ – so der Abstract der Kolumne zu Verteilungsfragen und technologischem Wandel von Marcel Fratzscher in der ZEIT diese Woche. Unbedingte Leseempfehlung!

Spendenrechtliche Beurteilung von Crowdfunding

Und nun noch etwas juristisch/betriebswirtschaftlich Handfestes: Mit Schreiben vom 15.12.2017 hat das Bundesfinanzministerium (BMF) zur spendenrechtlichen Beurteilung von „Crowdfunding“ Stellung genommen. Das Schreiben kann über die Seiten des Bundesfinanzministeriums seit dieser Woche downgeloadet werden.

Bilder vom Pflegekongress 2018

Walhalla ist auch auf dem vom 19.-20. Januar stattfindenden Kongress der Pflege, den der Springer Verlag traditionell im Januar in Berlin veranstaltet. Der neue Stand scheint gut anzukommen, was uns natürlich sehr freut.