Links der Woche 05/2018 - gelbe Sprechblase mit der Nummer 5 auf verknittertem Papier

Links der Woche #05/2018

Jede Woche tragen wir an dieser Stelle Beiträge, Studien, Artikel und Interviews zusammen, deren Lektüre für lohnenswert erachten und berichten über Nachrichten in sozialen Medien, die wir beachtenswert – oder auch merk(!)würdig – finden.

Ehtik und Digitalisierung

Je mehr die Diskussion um Digitalisierung bzw. digitale Transformation Fahrt aufnimmt, desto häufiger sind auch Beiträge zu finden, die sich mit ethischen Aspekten beschäftigen. So hat die Initiative D21 im Rahmen der Arbeitsgruppe „AG Ethik“ eine Dialogreihe  „Denkimpulse zur Digitalen Ethik“ ins Leben gerufen und bereits einige Papiere/Studien zum Thema veröffentlicht.

Lesenswert ist auch die  Stellung­nahme des Deutschen Ethikrates zu „Big Data und Gesundheit – Datensouveränität als informationelle Freiheitsgestaltung“.

Öffentliche Verwaltung und Digitalisierung

 „Beamte basteln am Behörden-Internet“ titelt kommunal.de. Thorsten Bullerdiek, Sprecher und Beigeordneter des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, beschreibt dort etwas „spitz“ die Anstrengungen, Irrungen und Wirrungen der deutschen Verwaltung, sich dem Thema „der Bürger als Onlinekunden“ anzunähern.

Im Artikel auch genannt wird wieder einmal Estland, das für die deutsche Verwaltung als „Vorzeigebeispiel“ gilt, wie digitale Verwaltung funktionieren kann. Der Deutschlandfunk brachte zu diesem Thema einen lesens- bzw. hörenswerten Beitrag  „Estland – Zwischen digitaler Moderne und Sowjetvergangenheit“.

Wie schwer sich die öffentliche Verwaltung – und ich schließe hier die Rechtspflege mit ein – mit der Umsetzung hin zu digitalen Arbeitsabläufen tut, zeigt auch das Desaster um das „Besondere elektronische Anwaltspostfach“ – kurz beA. Das beA, dessen Nutzung eigentlich ab dem 1. Januar 2018 verpflichtend werden sollte, bleibt wegen schwerer Sicherheitsmängel vorerst offline. Wer sich dazu informieren möchte, findet bei  Jörn Erbguth eine Zusammenstellung der zahlreichen Pressemitteilungen, Zeitungsartikel und sonstiger Meldungen, die die Geschehnisse chronologisch auflistet.

Wenig sozialpolititsche Impulse in der Koalitionsverhandlung?

Wer das Sondierungspapier gelesen hat (hier beispielhaft eine Zusammenfassung in einem  Artikel aus der ZEIT mit Verlinkung auf das Originalpapier), wird festgestellt haben, dass zwar in einigen sozialpolitischen Bereichen an Stellschrauben gedreht wurde, größere Reformen sind aber danach nicht zu erwarten. Der Deutsche Verein hat ein  18-seitiges „Anregungspapier“ veröffentlicht, das sozialpolitische Handlungserfordernisse aufzeigt, die dringend angegangen werden müssten.

Wie können Veränderungen in sozialen Organisationen Rahmenbedingungen ändern?

Hendrik Epe beschäftigt sich in seinem neuen  Blogbeitrag auf ideequadrat.de unter der Fragestellung „Was wäre, wenn die Rahmenbedingungen sozialer Arbeit kein Problem sind?“ mit dem Wirken von „Interessensbereich“ und „Einflussbereich“. Er zeigt auf, wie es möglich werden kann, unter den gegebenen Rahmenbedingungen so zu arbeiten, dass die eigene Organisation dennoch seine Potential entfalten bzw. sich weiter entwickeln kann, und welche Auswirkungen dies wiederum auf die äußeren Rahmenbedingungen haben kann.

Ein sehr guter Beitrag, denn bei allem „Elend“ – es hilft ja nichts. Das Rad muss sich weiterdrehen. Anstatt regungslos wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren und auf optimale Rahmenbedingungen zu hoffen, sollte jede Organisation versuchen, das beste aus der aktuellen Situation zu machen und aus eigener Kraft Verbesserungen zu initiieren.

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